Haarpracht statt Haarausfall

Ich selbst liebe meine Haare und freue mich jeden Tag über meine Naturlocken, welche ich von meinem Papa geerbt habe. Für viele von uns sind schöne Haare nicht nur ein Produkt guter Kosmetik, sondern ein Zeichen für Attraktivität und Gesundheit. Umso mehr sind wir besorgt, wenn wir auf einmal starken Haarverlust feststellen.

“Was ist mit mir / meinem Körper los? Bin ich krank?“. Solche Gedanken gehen uns durch den Kopf. Für Dermatologen ist ein Haarverlust von 70 bis 100 Haare am Tag die gesunde Grenze. Dabei ist Haarverlust nicht gleich Haarverlust. Wer jedoch den Eindruck hat, dass er mehr als 100 Jahre am Tag verliert, sollte sich die Mühe machen, für zwei Wochen diese tatsächlich zu zählen. Oft tritt der Haarverlust jahreszeitlich bedingt zwischen August und September auf, danach reguliert er sich von alleine. Ist das nicht der Fall und haben sich die Haare darüber hinaus verändert, sind sie spröde, verlieren an Sprungkraft, können Ernährungsfehler, Hormonstörungen, Übersäuerung, Schadstoffe, Vitalstoffmangel sowie Infektions-krankheiten dahinter stecken.

Regelt sich das Nachwachsen der Haare nicht von alleine, sprechen Mediziner von krankhaftem Haarverlust, von Alopezie. Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall. Bei Frauen fängt dies meist am Scheitel an. Die Haare werden im Bereich des Oberkopfes dünner. Bei den Männern startet es mit den typischen Geheimratsecken bis hin zur Stirnglatze. Dabei haben Forscher der Epigenetik belegt, dass eine genetische Veranlagung zwar vorhanden sein muss, aber unter günstigen Rahmenbedingungen es nicht unbedingt zur Ausprägung kommen muss. Die aktive Pflege der Kopfhaut wie zum Beispiel tägliches Bürsten oder Kopfmassagen, gesunde Essgewohnheiten und eine ausgewogene Life Balance können sich positiv auf Ihr Haarwachstum auswirken.

Die zweithäufigste Form des Haarausfalls ist der kreisrunde Haarausfall. Die runden Flecken werden oft mit Stress in Verbindung gebracht und lassen auf eine Fehlreaktion des Immunsystems vermuten. Die Haarzwiebeln sind von Entzündungszellen umgeben. Doch die Haare wachsen bei mehr als 85% wieder von selbst nach.

Fallen die Haare über den gesamten Kopf verteilt aus, spricht man von diffusem Haarausfall. Dieser Haarausfall ist weder erblich noch hormonell gesteuert. Bei dieser Form sollte an Infektionskrankheiten und extremen Stress Situationen, wie auch bei Verlust eines geliebten Menschen, gedacht werden. Selbst nach einer schweren Operation kann mit zwei- bis viermonatiger Verspätung ein solcher Haarausfall auftreten.

Je nachdem wie stark das Beschwerdebild ist, können basenbildende Lebensmittel und gezielte Vitalstoffe das Haar Bild wieder positiv verändern. Auf dem Speiseplan sollte viel buntes Gemüse, Früchte, Nüsse, Samen und Keimlinge stehen.

Biotin, auch Vitamin B7 genannt, ist für die Widerstandskraft wichtig. Die anderen B-Vitamine sind ebenfalls notwendige Baustoffe für ein gesundes Haarwachstum. Aus Methionin und Cystein wird das Keratin gebildet. Arginin ist für eine gute Durchblutung der Haarwurzel wichtig. Vitamin D, OPC, Eisen, Silicium und Zink sind weitere wichtige Nährstoffe für Ihre gesunde Haarpracht.

Ganz gleich welche Form des Haarausfalls bei Ihnen vorliegt, lassen Sie uns gemeinsam ganzheitlicher auf eine Rundversorgung Ihres Körpers und Ihrer Seele schauen. Denn die Ursache für den Haarverlust zu beheben, steht im Vordergrund.

Ihre Heilpraktikerin

Cäcilie Zabolitzki